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Inhalt:
I. Kategorieen der Epilepsie,
Erscheinungsformen, Ursachen
II. Vererbung
von Epilepsie
III. Behandlung
von Epilepsie
I. Formen der Epilepsie
Als Epilepsie bezeichnet man gemeinhin das wiederholte Vorkommen von
Anfällen. Dabei ist es wichtig zu wissen, daß Anfälle aus
unterschiedlichsten Gründen auftreten können. Die Experten haben
deshalb die Epilepsie in zwei große Kategorien eingeteilt,
die leider mit unterschiedlichsten Namen belegt werden.
Hilfe soll diese Tabelle geben:
Kategorien der Epilepsie
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gängige Bezeichnung:
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Primäre Epilepsie
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Sekundäre Epilepsie
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| andere Bezeichnungen: |
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Idiopathische E.
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echte Epilepsie
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-
Symptomatische E.
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erworbene Epilepsie
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| englische Bezeichnungen: |
-
primary epilepsy
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true epilepsy
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ideopathic epilepsy
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-
secondary epilepsy
-
acquired epilepsy
-
symptomatic epilepsy
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| Hauptmerkmal: |
-
verbreitete Form
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genetisch bedingt
-
vererblich
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Anfälle werden
verursacht durch
frühere oder
vorhandene Krankheit
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Genau genommen kann man nur die primäre Epilepsie wirklich als
Epilepsie bezeichnen. Die sekundäre zeigt sich allerdings in ihren
Symptomen kaum anders als die primäre. Trotzdem unterscheidet die
Medizin noch in zwei Erscheinungsformen der Anfälle, die dem Tierarzt
möglicherweise weiterhelfen bei der Diagnose der Ursache.
Erscheinungsformen der Anfälle
(primäre und sekundäre Epilepsie)
| Bezeichnung: |
genereller Anfall |
partieller Anfall |
| Beschreibung: |
Das gesamte Hirn des Hundes ist betroffen.
Plötzliche Versteifung des ganzen Körpers,
Verdrehen der Augen,
wiederholte, rhythmische Krämpfe in den Exremitäten |
Nur ein Teil des Hirnes ist betroffen. Unterschiedliche Erscheinungsformen,
wie
Zucken einzelner
Gliedmaßen, einseitige
Krämpfe, laufende Wiederholung bestimmter Bewegungen |
| Bewußtsein: |
in der Regel Bewußtseinsverlust |
in der Regel kein Bewußtseinsverlust |
Post-Ictale-Phase:
(nach dem Anfall) |
Tier ist erschöpft, schwer oder gar nicht ansprechbar. Dauer abhängig
von der Dauer des Anfalls |
keine post-ictale Phase,
vielleicht leichte Verwirrung |
Bei den schweren, generellen Anfällen hat der Hund kein Wahrnehmung,
er kann sich auch später nicht daran erinnern. Diese Tatsache ist
natürlich nicht beweisbar, aus der Human-Medizin hat man jedoch
eindeutige Erkenntnisse, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
auch auf das Tier übertragen werden können.
Also keine unnötige Sorge: der Hund empfindet keine Schmerzen!
Ursachen der Epilepsie
Für eine erfolgreiche Behandlung (und die ist möglich!) ist
es unerläßlich, die genaue Ursache für die Anfälle
herauszufinden.
Die primäre Epilepsie ist, wie gesagt, genetisch bedingt
und wurde durch Vererbung erworben. Die genauen Hintergründe sind
immer noch nicht vollständig erforscht, vermutet wird ein genetischer
Defekt im Bereich der Neuronalen Membranen bzw. der Neurotransmitter. Eine
definitive Diagnose der primären Epilepsie ist in den seltensten Fällen
möglich
Um so wichtiger ist es deshalb, daß alle Möglichkeiten zur
Untersuchung bzgl. einer sekundären Epilepsie ausgeschöpft
werden, besonders dann, wenn bei den Vorfahren und Verwandten des Tieres
kein Verdacht auf eine vererbte Anlage gegeben ist.
Mit anderen Worten und genau genommen:
eine primäre Epilepsie kann nur dann sicher diagnostiziert
werden, wenn eine sekundäre ausgeschlossen worden ist.
Wenn allerdings im Wurf oder sonstiger Verwandtschaft Epilepsie verbreitet
ist, können Sie sich kostspielige Untersuchungen in Richtung einer
sekundären Epilepsie ruhig sparen. Sie kann zwar auch dann nicht 100-prozentig
ausgeschlossen werden, aber die Wahrscheinlichkeit einer primären
Epilepsie ist einfach zu hoch.
Nicht vergessen werden darf hier die Frage des Alters. Ein Tier, das
noch kein Jahr alt ist und bereits Anfälle hat, hat höchstwahrscheinlich
keine primäre Epilepsie, da diese in der Regel nur im Alter
zwischen 1 und 5 Jahren auftritt.
Was ist nun eine sekundäre Epilepsie?
Wie der Name schon andeutet, haben diese Anfälle eine indirekte
Ursache. Man spricht hier von versteckten (underlayed) Krankheiten, die
zu Anfällen führen wie bei der echten Epilepsie.
Aus der nachfolgende Tabelle können Sie die häufigsten Ursachen
der sekundären Art entnehmen:
Ursachen der Epilepsie und Altersgruppen
| Ursache |
Altersgruppe in Jahren
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< 1
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1-5
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> 5
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| Primäre Epilepsie |
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| Sekundäre Epilepsie |
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| Extracranial (aßerhalb des Schädels) |
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| Metabolisch (Stoffwechsel): |
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Hypoglykämie (Blutzuckermangel) |
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Hypokalzämie(Kalziummangel) |
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Encephalopathia hepatitica |
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Hyperlipoproteinämie |
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| Toxisch (Vergiftungen) |
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| Intracranial (innerhalb des Schädels) |
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| Entwickelt: |
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Hydrocephalus (Wasserkopf) |
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Lissencephaly |
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Stoffwechsel Erkrankungen |
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| Geschwulste |
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| Ansteckungen |
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Tollwut |
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Staupe |
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Rickettsien |
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Protozoale Erkrankung (einzellig ...) |
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Pilzerkrankungen |
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G(r)anulomatous meningoencephalitis |
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| Trauma |
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| Vascular (Blutgefäße) |
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Quelle: Managing Epileptic Dogs, Dr. T.B.
William, University of Tennessee
An anderen Stellen (z.B. Todd D.L. Woods) werden auch noch genannt:
Hyponatremia (Untermenge von Natrium im Blut), Hypomagnesiämie (Untermenge
von Magnesium) und Hyperkalämie (Übermenge an Kalium) sowie Dehydrierung.
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von Epilepsie
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