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Staupe
Engl.: Distemper Virus
Der Staupevirus gehört
zu den
Paramyxoviren (150-200 nm)
Laut American Veterinary Medical Association ist die Staupe die "größte
Einzel-Krankheit, die die Hundepopulation bedroht. Mehr als 50 % der erwachsenen
Hunde, die die Staupe haben, sterben an ihr, bei Welpen geht die Sterberate
bis 80 %".
Dabei sind nicht nur Hunde von ihr bedroht; Koyoten, Wölfe,
Füchse, Frettchen, Wiesel, Nerze, Dachse, Hyänen, Schakale, alle
können sie die Staupe bekommen und in Afrika wurde sogar der Bestand
an Löwen durch diese Krankheit dezimiert.
Wie kommen die Hunde zu dieser Krankheit?
Der Virus wird verbreitet durch Absonderungen im Speichel, Tröpfcheninfektion
bei Husten und Niessen, Urin und Kot. Kommt unser Hund also mit einem
befallen Tier oder dessen Sekretionen in Kontakt, ist die Übertragungsgefahr
sehr groß - wir kennen die Schnüffelleidenschaft unserer Vierbeiner.
Am empfänglichsten sind nicht geimpfte Welpen im Alter von
drei bis acht Monaten, wobei auch ältere Hunde selbstverständlich
von Staupe befallen werden können, wenn sie keinen ausreichenden Impfschutz
haben.
Wie äußert sich die Krankheit?
Im Frühstadium kann die Staupe leicht übersehen werden,
denn es beginnt in den oberen Atmungswegen, ähnlich wie bei einer
Erkältung, einschließlich leichtem Fieber, Appetitlosigkeit,
Lustlosigkeit und wässrige Augen und Nasen.
Aber Hunde bekommen keine Erkältung wie wir Menschen. Also,
wenn diese Symptome auftauchen, nichts wie ab zum Tierarzt.
Nach ein paar Tagen werden die Ausflüsse gelblich, werden zäher
und klebrig, und das Tier hat einen trockenen Husten, eventuell Erbrechen
und Durchfall.
Innerhalb der ersten zwei Wochen können diese Symptome sich
auch untereinander abwechseln.
Generell unterscheidet man drei Erscheinungsformen der Staupe:
- Darmstaupe
- Lungenstaupe
- Nervenstaupe
die allerdings auch ineinander übergehen können.
Einige widerstandsfähige Hunde haben es nach der ersten Phase
durchstanden, andere bekommen eine Lungenentzündung. Nervenprobleme,
Anfälle, Hirnhautentzündung, partielle Lähmungen, Kopfwackeln,
Veitstanz und andere neurologische Symptome können folgen. Bei einigen
Hunden kann man auch eine Verhärtung des Nasenspiegels und der Fußballen
beobachten.
Der Virus kann sich auch noch im Körper festsetzen und dort
die Milz, die Thymusdrüse und die Lymphknoten des Immunsystems angreifen.
Gibt es eine Behandlung?
Jein. Dem Körper muss Flüssigkeit zugeführt werden,
um Dehydration (Austrocknung) zu verhindern. Dann werden Antibiotika verabreicht,
um die bestehenden Infektionen abzubauen und weiteren, sekundären
vorzubeugen.
Dazu kommen Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen, und krampflösende
Beruhigungsmittel, um die Anfälle in Griff zu kriegen.
Selbst wenn der Hund die Krankheit überlebt, bleiben meistens
dauernde Schäden zurück.
Kann man Vorbeugen?
Ja, und nochmals ja.
Es genügt die erste Grundimmunisierung etwa in der 7. Lebenswoche.
Diese erfolgt gemeinsam mit einer Impfung gegen Leptospirose, Hepatitis,
Parvovirose und Zwingerhusten. In der 12./13. Woche erfolgt die Nachimpfung.
Danach die übliche jährliche Wiederholungsimpfung.
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