Das Wappen von Leveste
Das Levester Ortswappen wurde 1960 mit dem Knigge’schen
Wappen verbunden:
der Kesselhaken als Sinnbild bäuerlichen Lebens und der rote Löwe
über zwei roten Balken auf silbernem Schild. Vermutlich wurde seinerzeit
beim Entwurf des Wappens die Familie Knigge nicht konsultiert; denn der Original-Löwe
sieht etwas anders aus, nämlich mit Doppelschwanz und einer Krone auf dem
Haupt.
Wappen von Leveste: |
Löwe der Fam. Knigge: |
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Der Kesselhaken -
was ist das?
Der Kesselhaken im Levester Wappen ist ein Symbol für
ländlich-bäuerliches Leben und ist heutzutage natürlich nur noch
in Museen anzutreffen. Er war ursprünglich ein unerlässliches Utensil
in der "Küche" - zu früheren Zeiten ein Bestandteil des
Wohnbereiches, in dem sich auch die offene Feuerstelle zum Kochen und Heizen
befand: der Herdraum. Dieser Bereich wird auch Flett genannt. Er war mit kleinen
Findligen und anderen Steinen gepflastert, in der Mitte der meist gemauerte
Herd. Zu ihm gehörten wichtige Gerätschaften wie Kessel, Stritte (ein
Untersatz für die Bratpfannen), Feuerstülpe (eine Art Funkenschutz,
damit sich die Tiere nicht verletzen konnten), ein Feuerbock, Rösten zum
Wurstbraten usw.
Der erwähnte Kessel hing dabei frei über der Feuerstelle, entweder
an der Feuerschutzdecke ("Rähmen") oder z.B. an einem Drei-Fuß
mittels einer Kette aufgehangen.
Zur Regulierung der Kochtemperatur gab es dabei nur eine Möglichkeit: die
Entfernung des Kessels zur Feuerstelle zu verändern. Und genau das war
die Aufgabe des Kesselhakens. Über einen ebenso simplen wie genialen Zahn-Mechanismus
konnte der Kesselhaken verlängert oder verkürzt werden, so dass der
Kessel zum Garen entweder knapp über dem Feuer oder zum Warmhalten der
Speisen weiter oben hing.
Es gibt kaum ein Heimatmuseum, in dem solche Kesselhaken nicht zu begutachten
wären. In der Nähe findet man z. B. Kesselhaken im
Museum Nienburg http://www.museum-nienburg.de/